Eine Schleppleine ist in erster Linie zum Training da und zwar als ein Kontrollwerkzeug zum Erlernen des “Komm zurück!”-Kommandos. Viele Vierbeiner lassen sich nur zu gerne von den spannenden Ereignissen um sie herum ablenken: Andere Hunde, Vögel, Wildtiere oder auch Jogger – es gibt viel Sehenswertes beim Gassi-Gehen und plötzlich erscheint das Frauchen oder Herrchen mit ihrem/seinem Rückruf nicht mehr so wichtig. Der Hund macht die Ohren dicht und rennt seinem Ziel entgegen. Was tun, weiter und immer lauter rufen? Nein, das nützt in einer solchen Situation nicht mehr viel. 

Eine meterlange Schleppleine ist hier die ideale Lösung: Ihr Hund läuft zwar frei, weil Sie die Leine nicht fest halten – das ist übrigens genau die richtige Methode! – und bleibt doch unter Kontrolle. Um den Vierbeiner zu stoppen, reicht es, auf eine Leine zu treten oder auch sie fest in die Hand zu nehmen und unbedingt dabei “Komm!” zu rufen. Ihr Hund kommt nicht weiter und bleibt meist verwundert stehen. 

In diesem Augenblick rufen Sie das Tier und zwar möglichst freundlich. Ein Leckerchen kann helfen, das Kommando noch schneller zu erlernen. Kommt der Hund, wird es ausgiebig gelobt. 

Die Schleppleine lassen Sie wieder liegen, so dass das Tier seine – zugegeben eingeschränkte – Freiheit weiter genießen kann. Bis zum nächsten “Zwischenfall”. Es bedarf einer beneidenswerten Ausdauer, dem Hund das Kommando “Komm!” beizubringen, doch das ist nicht hoffnungslos. Wenn nicht beim nächsten, dann vielleicht beim übernächsten oder auch beim hundertsten mal, aber das Stoppen mithilfe einer Schleppleine wird unbedingt wirken: Das kurze Wörtchen “Komm!” wird sich beim Vierbeiner fest in Verbindung mit einem sanften Ruck oder einem Leckerli in Verbindung setzen.

Hinweis: Es ist extrem wichtig, dass der Ruck leicht und eher sanft ausfällt, denn ansonsten verbindet Ihr Hund mit dem Befehl zurück zu kommen eine unangenehme, ja schmerzhafte Erinnerung.

Es gibt eine Möglichkeit, das “Komm zurück” zu trainieren, ohne dass der Hund beim Stoppen gerufen wird. In diesem Fall dient das Stoppen zum einen dazu, eine eventuelle drohende Gefahr abzuwenden und zum anderen, um den Vierbeiner von dem ach so interessanten Objekt abzulenken. Sobald der Hund Sie mit dem Blick fixiert, rufen Sie ihn – immer freundlich bleiben! – zurück und belohnen sein Zurückkommen durch Streicheln und Leckerchen.

Denken Sie daran, eine Schleppleine ausschließlich an einem Geschirr und nie an einem Halsband zu befestigen. Bei einem Ruck läuft ein Hund Gefahr zu ersticken bzw. können seine Halswirbel beschädigt werden.

Noch eins zum Schluss: Es ist wichtig, dass die Oberfläche einer Schleppleine möglichst glatt ist, dadurch bleibt die Leine nicht im Gebüsch hängen und gleitet einfach hinter dem Hund weiter.

Sehen Sie sich diese Videos an, um die Vielseitigkeit der langen Leine – der Schleppleine – zu entdecken:

 

 

 

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